Die Debatte um eine Ausweitung der gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) zu einer Erwerbstätigenversicherung – in die auch Selbstständige und neue Beamte einzahlen ist ein zentrales Thema der Alterssicherungsreform

Obwohl der Vorschlag finanzpolitisch kein Wundermittel ist kann eine Einbeziehung dieser Gruppen den Rentenkassen in den kommenden 10 bis 20 Jahren auf konkrete Weise helfen.

Der Sofort-Effekt: Stärkung der Liquidität (10 bis 20 Jahre)

Das deutsche Rentensystem arbeitet nach dem Umlageverfahren d.h. die Beiträge von heute finanzieren direkt die Renten von heute

Ein massiver Beitragszuwachs ohne unmittelbare Kosten d.h. wenn neue Beamte und nicht anderweitig pflichtversicherte Selbstständige beginnen Beitragszahler zu werden fließen der Rentenkasse sofort Milliarden an zusätzlichen Einnahmen zu

Eine Entlastung der „Boomer-Welle“ d.h. die nächsten 10 bis 15 Jahre gelten als die finanziell kritischsten Jahre für die Rentenkasse da die geburtenstarken Jahrgänge der 1960er Jahre schrittweise in den Ruhestand gehen die neuen Einnahmen schaffen genau in diesem Zeitraum einen Buffer (Liquiditätsgewinn)

Eine Dämpfung von Beitragsanstiegen d.h. durch die höhere Einnahmenbasis müsste der Beitragssatz für alle Erwerbstätigen in den kommenden 10 bis 20 Jahren weniger stark steigen

Weniger Bundeszuschuss aus Steuern der Staat müsste vorübergehend weniger Steuermittel aufwenden um Deckungslücken in der Rentenkasse auszugleichen


… und das ganz ohne Kommission

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